Die Sprechtherapie behandelt Störungen der Lautbildung, des Redeflusses und der Sprechmotorik – bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.
1. Störungen der Artikulation / Lautbildung
Hierzu zählen beispielsweise:
- Fehlbildungen einzelner Laute wie das Lispeln (fehlerhafte Bildung des Lautes „s“)
- Lautvertauschungen (z. B. „Tuh“ statt „Kuh“)
- Störungen im Mund- und Kieferbereich, etwa myofunktionelle Störungen oder Zahnfehlstellungen, die die Lautbildung beeinträchtigen
2. Störungen des Redeflusses
Betroffen sind Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit:
- Stottern (wiederholte Laut- oder Silbenunterbrechungen)
- Poltern (unrhythmisches, hastiges Sprechen mit verminderter Verständlichkeit)
3. Organisch bedingte Sprechstörungen (Dysarthrien)
Diese treten infolge neurologischer Erkrankungen auf, z. B. nach:
- Schlaganfall
- Schädel-Hirn-Trauma (Unfall)
- Multipler Sklerose
Sie äußern sich in einer beeinträchtigten Steuerung der Sprechmuskulatur, was zu verwaschener, langsamer oder unverständlicher Sprache führen kann.

